Rezension: Mein Herz so Schwarz

Mein Herz so schwarz: Psychothriller von [Blackhurst, Jenny]

Mein Herz so schwarz: Psychothriller 

von Jenny Blackhurst  (Autor)

Am Abend ihrer Hochzeit begibt sich Evie White auf eine Klippe. die frish Vermählte stürzt sich hinab, ihr Leichnam wird nie gefunden. Ihr Ehemann Richard und ihre beste Freundin Rebecca, sind total schockiert. Richard der sich nicht erklären, das Evie sich freiwillig in den Tod gestürzt haben soll, fängt an auf eigene Faust zu ermitteln. Becca unterstützt Richard wo sie kann, doch irgendetwas stimmt nicht mit ihr. Hat sie vielleicht etwas mit dem Tod von Evie zu tun?

Schon im Prolog zieht die Autorin den Leser direkt in den Bann des Buches. Man erlebt den Abend der Hochzeit mit, der mit Evies Tod auch gleich eine hohe Spannung aufbaut. Es bleibt auch durchweg spannend, denn niemand kann sich erklären was tatsächlich passiert ist. Wir erleben die Ermittlungsarbeit hautnah mit. Die unendliche Trauer von Richard ist spürbar, man kann mit ihm fühlen und nachvollziehen das er selbst herausfinden was wirklich passiert ist. Hauptsächlich aus der Sicht von Beccy erzählt mit Rückblicken aus Sicht von Evie, ist man schon bald ganz in dem Wirrwarr versunken. Richard selbst rückt bei der Erzählung in den Hintergrund. Nach und nach erfahren wir viel über Evies Kindheit und Jugend, auch wird bald klar das Becky irgendetwas verheimlicht, dennoch macht es Blackhurst dem Leser schwer hinter die Kulisse zu blicken. Bis zum Schluss hält sich der Spannungsbogen weit oben um dann mit einem großen Knall, den Showdown einzuleiten.

Ein sehr gut konstruierter Psychothriller. Der für extrem spannende Lesestunden sorgte. Gerne gebe ich ein Leseempfehlung und 4*

Vielen Dank an #BasteiLübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Rezension: Wenn Schmetterlinge fliegen lernen

Wenn Schmetterlinge fliegen lernen von [Töpfner, Astrid]
#NetGalleyDE #WennSchmetterlingefliegenlernen

Wenn Schmetterlinge fliegen lernen 

von Astrid Töpfner  (Autor)

Heute habe ich eine Rezension für euch, die mich einiges an Zeit gekostet hat. Wenn Schmetterlinge fliegen lernen ist das 2. Buch von Autorin Astrid Töpfner. Wieder hat Astrid es geschafft, mich vollkommen zu fesseln, mich Emotionen durchleben lassen, die schon lange vergessen schienen und sie hat etwas in mir berührt, das ich schon lange vergessen habe.

Astrid Töpfner lässt uns teilhaben an der Geschichte von Olivia. Ich möchte mich hier nicht lange aufhalten mit einer Inhaltsbeschreibung, denn dieses Buch kann man sehr schwer in Worte in fassen, man muss es einfach selbst lesen und die Gefühlsachterbahn am eigenen Leib erleben.

Selten hat sich mir eine Protagonistin so extrem offenbart wie es Olivia tut. Ich hatte das Gefühl tief in ihr innerstes blicken zu können, ihre Gefühle und Emotionen wurden so realistisch und spürbar dargestellt, das ich sie selbst durchleben konnte. Es gab Momente, die mich so tief berührt haben, das ich nicht mal merkte das mir ein Tränchen nach dem anderen die Wange hinabkullerte. Die Thematik ist breit gefächert und dennoch läuft alles fließend ineinander. Familie, Freundschaft, Liebe und Tod ergeben eine facettenreichen und vielschichtige Story. Der wunderbare Schreibstil übernimmt sehr schnell Besitz von einem und lässt auch nicht mehr los bis man am Ende angelangt. Wer mir schon länger folgt, weiß das ich es Liebe wenn eine Geschichte Tiefgang hat, genauso eine ist Wenn Schmetterlinge fliegen lernen. Wer es versteht zwischen den Zeilen zu lesen, wird schnell merken, das dieses Buch hautnah an die Realität anschließt, wenn nicht sogar eine große Portion davon mit eingeflossen ist. Astrid Töpfner versteht es den Leser mitzunehmen auf eine Reise zu sich selbst. Sehr nahe gegangen ist mir dabei die Alzheimer Erkrankung von Erika, Olivias Oma. Hier zeigt sich die Autorin von ihrer extrem sanften Seite, wir dürfen Teil haben an den guten und schlechten Seiten der Erkrankung, bekommen einen Einblick in die Krankheit, die man oftmals nur vom Namen her kennt. Ein Buch das ich jedem nur empfehlen kann.

Vielen Dank liebe Astrid für diese wundervolle Geschichte. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und 5*

Rezension: Ich ging in die Dunkelheit

#mcnamara #atriumverlag #kalifornien

Ich ging in die Dunkelheit: Eine wahre Geschichte von der Suche nach einem Mörder 

von Michelle McNamara  

Der Killer kam immer nachts: Von 1976 bis 1986 ereignete sich in beschaulichen Vororten in Kalifornien eine Vergewaltigungs- und Mordserie, die das ganze Land erschütterte. Plötzlich stand der Mörder im Schlafzimmer und weckte seine Opfer mit dem grellen Schein seiner Taschenlampe. Immer wieder entkam er unerkannt in die Dunkelheit.
Michelle McNamara war noch ein Kind, als dieser Killer umging. Als Erwachsene hat sie sich auf seine Spur begeben und über acht Jahre auf eigene Faust ermittelt. Um dem Mörder zu folgen, musste sie sich selbst in die Dunkelheit begeben: in den Kopf eines geisteskranken Menschen, der der Polizei auf unerklärliche Weise immer einen Schritt voraus blieb.
Michelle McNamara kam dem Monster immer näher – und starb, kurz bevor sie ihr Buch fertigstellen konnte. Zwei Freunde beendeten es für sie. Nach Erscheinen wurde es zum Bestseller. Als der Killer kurz darauf endlich gefasst wurde, gab es schließlich auch eine letzte entsetzliche Antwort auf die Frage, wie es ihm gelungen war, so lange unerkannt zu bleiben.

Meine Meinung:

Als Fan des True Crime war klar das ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Grund dafür war, das es einfach anders ist, geschrieben von einer Frau, die als Kind einen Mordfall in ihrer Nachbarschaft verfolgt hat, und dadurch wohl ihre Faszination an Morden, Killern, Tatorten und allem was dazu gehört, entwickelt hat, aber auch, weil die Autorin 2016 verstorben ist, noch bevor ihr Buch beendet wurde. Zwei Freunde haben das vollendet, was Michelle McNamara in jahrelanger Kleinstarbeit zusammengetragen hat. Auch wenn es nicht so wirklich True Crime darstellt, so war ich dennoch fasziniert von den Schritten und Wegen die Michelle gegangen ist um dem “ Golden Gate Killer “ auf die Spur zu kommen.

Gleich zu Beginn führt uns McNamara an zwei Schauplätze, offenbart uns die knallharte Realität und die brutale Vorgehensweise mit der der Killer vorgegangen ist. In leisen einfühlsamen Tönen, gewährt sie uns dabei auch einen Blick auf die Gefühle und Emotionen der Angehörigen, eine gelungene Mischung, die mich auf der einen Seite mit Schrecken hat dasitzen lassen und auf der anderen Seite mein Herz berührt hat. Von da an war ich völlig gefesselt und wollte unbedingt mehr über McNamara und ihre krankhafte Suche nach dem Killer erfahren. Die Autorin gewährt uns einen tiefen Blick in ihr innerstes, zeigt uns was die Zeit und die Suche aus ihr gemacht haben, führt uns näher an die Opfer und den Täter heran, als einem vielleicht lieb sein mag.

Auch wenn man keine chronologische Anordnung in dem Buch vorfindet, auch wenn es nicht die erwartete Spannung aufweist, die einem bei einem True Crime normalerweise erwartet, so ist es dennoch ein Buch, das mich persönlich packen konnte. Ich bekam Einblicke anhand von Fotos auf denen man Opfer, Ermittler, Tatorte etc. sehen kann, ich bekam ein Gefühl für das, was McNamara angetrieben hat die Bestie zur Strecke zu bringen.

Es ist vielleicht kein überragendes Werk, vielleicht auch nicht besonder gut geschrieben, aber es ist persönlich, es kommt aus dem Herzen heraus und es wurde erst 2 Jahre nach dem Tod der Verfasserin veröffentlicht. An dieser Stelle bin ich dankbar dafür, das sich zwei Menschen aus dem Umfeld der Verfasserin, die Mühe gemacht haben, all ihre zusammengetragen Dateien zu sichten und ihr Werk zu vollenden. Extrem leid tut mir, das Michelle McNamara ihren Erfolg und die Verhaftung des Golden Stat Killers nicht erleben durfte.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Auch wenn das Buch anders ist, so ist es dennoch absolut lesenswert. 5*

Rezension: Herz trifft Prinz

Herz trifft Prinz von [Fischer, Anna]

Herz trifft Prinz 

von Anna Fischer  (Autor)

Ellen ist Journalistin. Sie schreibt über besondere Menschen, doch ihre Chefin ist nicht zufrieden mit den Klickzahlen zu Ellens Beiträgen und legt ihr Nahe ihre Beiträge zu überdenken. Statt Herzergreifende Storys zu schreiben sollte sie über banales aus den reihen der Stars und Sternchen zu Papier bringen. Auch in der Liebe läuft es für Ellen mehr schlecht als Recht, ihre Affäre zum Bestseller Autor Noah Sander, der sich schon ewig von seiner Frau trennen möchte, verliert immer mehr an Glanz. Als Ellen zufällig erfährt, das der smarte Hotdogverkäufer Jamal, eigentlich ein Prinz ist, sieht sie darin ihre große Chance für sich und ihr Konto…. Ihre Chefin jedoch möchte eine richtig heiße Story von Ellen, welche ihre moralischen Bedenken über Bord wirft und Jamal zu einer Reise durch Kalifornien überredet….

Ich muss ganz ehrlich gestehen, das mich das Buch zu sehr an einen Film erinnert hat, das hat mir unter anderem das Lesen mit erschwert, aber auch so wurde ich nicht warm mit Ellen und hatte bis gut zur Mitte, meine Probleme einen Einstieg zu finden. Das Buch hat mich als Rezensionsexemplar der Autorin erreicht, von daher habe ich einige Zeit verstreichen lassen um es erneut zu lesen, in der Hoffnung einen anderen Blick darauf zu bekommen. Geändert hat sich auch ein bisschen etwas von meiner Sichtweise. Ellen selbst konnte mich mit ihrer teils extrem naiven Art auch im zweiten Durchgang nicht wirklich erreichen, doch ich konnte zwischen den Zeilen eine tiefgründige Geschichte finden, die mir auf den ersten Blick verborgen blieb. Die Protagonisten, ausgenommen Ellen, sind wundervoll gezeichnet. Bei Ellen fehlt es mir persönlich an der persönlichen Note und ein wenig mehr Tiefgang hätte ihr auch gut getan. Dafür hat Jamal meine ganze Sympathie doppelt und dreifach abbekommen.

Eine humorvolle Liebesgeschichte, die an ein Märchen erinnert.

Rezension: Blasse Spuren

Blasse Spuren: Kriminalroman von [Leibig, Timo]

Blasse Spuren

von Timo Leibig  (Autor)

Leonore Goldmann ermittelt wieder.

Dieses mal führt ihr neuer Fall Leonore ins beschauliche Allgäu, genauer gesagt nach Moritzkirchen, einem Örtchen an dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Beauftragt von Luisa Mäderer, einer jungen Frau, die ihren Vater nie kennengelernt hat, und nach ihren eigenen Nachforschungen nun dringend Hilfe benötigt. Nachdem Luisa selbst aus dem Allgäu zurück war, erhielt sie ein mysteriöses Päckchen, dessen Inhalt sie schockierte. Nach dem ersten Schreck sucht sie die Privatermittlerin Leonore Goldmann auf und betraut sie mit dem Fall um ihren verschwundenen Vater. Leonore macht sie auf den Weg ins Allgäu ob sie es schafft den Fall zu lösen? Lest selbst….

Ein Krimi der auf leisen Sohlen daherkommt. Langsam aber stetig baut sich die Spannung auf und hält den Leser schon bald fest. Kaum im Allgäu angekommen, merkt Leonore schnell, das hier etwas ganz gewaltig stinkt. Im Lindnerwirt, der ehemaligen Unterkunft von Luisas Vater trifft sie auf 3 ältere Männer, die den verschwundenen Martin Forcher gut kannten. Schnell wird klar, das die 3 Kumpanen etwas zu verbergen haben. Für Leonore beginnen aufregende und risikoreiche Stunden im Allgäu.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und direkt auf den Punkt. Timo Leibig kommt ganz ohne großes drumherum Gerede direkt auf den Punkt. Die Charaktere sind ausgereift, authentisch und sehr lebendig dargestellt. Der Krimi fügt sich wunderbar in die Kulisse des beschaulichen Örtchens ein. Sehr gut gefiel mir, das Leonore diesemal ganz ohne Brandners Hilfe, völlig auf sich allein gestellt war und ihre Risikofreudgkeit wieder gekonnt in Szene gesetzt wurde.

Ein Krimi der es in sich hat. Von mir eine klare Leseempfehlung und 5*

Rezension: Der kleine Laden am Strand

Der kleine Laden am Strand

Roman

von Julia Rogasch

Kurzbeschreibung:

Vor Jahren verließ Ebba völlig überstützt ihre Heimat Sylt. Was sie ihrem damaligen Freund Magnus nicht erzählte: Sie war schwanger und verlor in dieser Nacht bei einem Autounfall das Baby. Niemand weiß davon und bis heute ist Ebba weder über den Verlust noch über ihr schlechtes Gewissen gegenüber Magnus hinweg. Durch einen Zufall lernt die Hebamme die Schwestern Carla und Marie kennen, die beide selbst durch schwere Zeiten gingen und für ihren Neuanfang gekämpft haben. Schnell findet Ebba in den beiden Vertraute und als sich die Gelegenheit bietet, reist sie mit ihnen nach Jahren wieder zurück nach Sylt. Es dauert nicht lang und sie trifft Magnus wieder. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist ungebrochen. Doch Magnus scheint ein neues Leben und eine neue Frau an seiner Seite zu haben. Er führt einen kleinen Laden direkt am Strand, ein Traum, den Ebba und er vor ihrer Abreise nicht mehr gemeinsam verwirklichen konnten. Ebba hadert mit ihrer Entscheidung nach Sylt gekommen zu sein und Magnus die Wahrheit über damals zu sagen. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse und Ebba muss sich endlich entscheiden..

Meine Meinung:

Ein Buch mit Tiefgang, das jedoch schwierig startet und durch Wortwiederholungen und zuviel Geschnörkels nicht ganz einfach zu lesen ist. Stellenweise musste ich einen Satz 2x lesen um dessen Bedeutung zu verstehen. Manchmal sind weniger Worte mehr. Auch wenn der Einstieg schwer fiel und die Wiederholungen stellenweise nerven, kann ich, nachdem ich das Buch 2x gelesen habe, das es mich berührte. Tiefgang und gut übertragene Emotionen überwiegen. Wie ich immer wieder feststelle brauchen manche Bücher einfach eine 2.Chance bevor man sie bewertet, so auch Der kleine Laden am Strand.

Ich danke #NetgalleyDE und #foreverbyUllstein für das Rezensionsexemplar.

Rezension: Das kleine Hotel in der Provence

Das kleine Hotel in der Provence

Roman

von Marion Stieglitz

Aufbau Verlag GmbH & Co. KG

Ein herrlich erfrischender Sommerroman.

Lilly wird an ihrem Jahrestag von ihrem Freund Jan sitzengelassen. Um nicht länger in Selbstmitleid zu versinken, kauft die junge Frau eine Villa in der Provence welche sie zu einem Hotel only für Single Frauen herrichten möchte. In Südfrankreich angekommen, wird ihre Freude erst einmal gedämpft. Die Villa ist nicht mehr als eine Bruchbude, doch Lilly lässt sich nicht von ihrem Plan abbringen. Nach dem ersten Schreck schreitet sie zur Tat. Tatkräftige Hilfe bekommt sie von ihrer Cousine Valeska, die ebenfalls in der Provence lebt. Lilly genießt ihr frisch gewonnenes Single sein und hat auch nich so schnell vor etwas daran zu ändern. Bis dann Olivier der Antiquitätenhändler in ihr Leben tritt….

Meine Meinung:

Einherrlich erfrischender Sommerroman der Nahe geht und auch zum nachdenken anregt. Die Autorin hat wundervoll locker leichten Schreibstil. Schnell ist man in der Geschichte drin, fühlt mit Lilly und kann ihre Beweggründe, sich nach Südfrankreich abzusetzen voll und ganz nachvollziehen. Der Erzählstil nimmt einen mit und lässt den Alltag außen vor. Das setting ist wundervoll beschrieben, man fühlt sich in die Provence versetzt, sieht Lavendelfelder vor Augen, der Entstehungsprozess um Lillys Hotel läuft wie ein Film vor den Augen ab. Die Protagonisten sind durchweg authentisch und lebendig gezeichnet. Es wird romantisch, humorvoll und auf bewegend. Zwischendurch fliegen die Fetzen zwischen Lilly und Valeska, was eine hintergründige Spannung aufbaut. Alles in allem eine gelunge Geschichte.

Mein Fazit:

Humorvoller Liebesroman,der einem einlädt dem Alltag zu entfliehen. Ich habe mich komplett entspannen und auf die Geschichte einlassen können. 5* und eine klare Leseempfehlung