Rezension: Landeierforschung

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Landeierforschung

Roman

von Karin Spieker

Piper Digital
Piper Humorvoll

Inhalt:

Was passiert, wenn eine eingefleischte Städterin Urlaub in der tiefsten Provinz macht – ein witzig-romantischer Roman um die ungeahnten Vorzüge des Landlebens!

Die 40-jährige Anne gerät eher zufällig mit ihrem unkonventionellen Cousin Mike in das 300-Seelen-Nest Eisheim. Dort lernt sie nicht nur, dass es auf dem Land mehr zu entdecken gibt als Kühe und Schützenfeste, sie entdeckt auch, dass sie sich auf dem Rücken eines Pferdes erstaunlich gut fühlt. Außerdem trifft sie den attraktiven Reitlehrer Ben, der zwar ihre schlechtesten Eigenschaften zum Vorschein bringt, aber komischerweise trotzdem genau das zu sein scheint, was Anne braucht.

Meine Meinung:

Ein durchweg witziger und humorvoller Roman. Für mich als echtes Landei, gab es so einiges zum Schmunzeln. Konnte ich mir doch sehr gut vorstellen, was für ein Kulturschock es für einen Stadtmensch sein muss, plötzlich allen Annehmlichkeiten Ade zu sagen. Doch schon bald lernt auch die Protagonistin Anne, die Vorzüge des Landlebens kennen, außerdem findet sie langsam ihren Weg zu sich selbst zurück, und ganz ungeplant tritt auch die Liebe in ihr Leben.

Eine herrliche Story, die mich sehr gut unterhalten hat. Der Schreibstil ist wundervoll leicht, in so manchen Szenen weiß man nicht, ob man lachen oder lieber weinen soll. Anne ist wundervoll dargestellt, ihr Großstadt gebaren, fand ich schießen. Doch auch die weiteren Protagonisten sind durchweg lebendig und authentisch dargestellt. Wer das Landleben kennt, kann sich prima in die Story hineinfinden und dabei nach Herzenslust lachen. Der Plot ist realistisch aufgebaut, so das man einfach gerne immer weiter gelesen hätte.

Mein Fazit:

Wer etwas sucht zum entspannen, ist hier genau richtig. Selten habe ich so viel an einem Stück gelacht. Die Kulisse ist genauso toll dargestellt wie die Protagonisten. Gerne vergebe ich hier 5 von 5*

Rezension: Der Tod braucht keine Sonnencreme

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Der Tod braucht keine Sonnencreme

Ein Bayernkrimi

von Susanne Hanika

be-eBooks – by Bastei Lübbe

Inhalt:

Familienfest mit Folgen … Horst Willemsen wird 70! Und natürlich will der passionierte Camper seinen Ehrentag auf einem besonders schönen Campingplatz feiern. Also hat Sophia ihren Platz am Hirschgrund schon vor Saisonbeginn geöffnet. Doch dann liegt das Geburtstagskind eines Morgens tot auf dem Steg am See. War es Mord? Na gut, Sofia hat Jonas, ihrem Kommissar, versprochen, sich nie wieder in seine Ermittlungen einzumischen. Aber was kann sie dafür, dass einfach jeder in der Familie Willemsen ein Geheimnis zu hüten scheint? Und außerdem ist Sofia selbst in Gefahr – immer wieder zieht sie dieselbe Karte aus Evelyns Tarot – den Tod!

Meine Meinung:

Dies ist schon der fünfte Band der Bayernkrimi Reihe von Susanne Hanika. Für mich war es der erste und leider auch letzte Band. Statt Krimi und Spannung, fand ich eher eine lustige Komödie mit Leiche auf dem Campingplatz wieder. So im nachhinein muss ich sagen, das Titel und Cover eigentlich auch genau dafür stehen. Vielleicht fehlen mir auch die Vorkenntnisse, die anderen Bücher, drehen sich wohl auch alle um den Campingplatz. Auch wurde ich mit den Protagonisten so gar nicht warm, sie wirkten zum Teil Realitätsfremd und künstlich.

Mein Fazit:

Wer auf lustige bayrische Komödien steht, die ein wenig kuscheligen Krimi enthalten, wird hier bestimmt auf seine Kosten kommen. Für mich reicht es leider nur für gut gemeinte 3*

Rezension: Dort wo die Feuer brennen

Bildquelle: Astrip Töpfner

Dort, wo die Feuer brennen 

von Astrid Töpfner  (Autor) 

„Bist du etwa nur hergekommen, um in der Vergangenheit rumzugraben? Ist es das, was du willst? Alles wieder hervorholen?“
Sie wollte vieles, aber das ganz bestimmt nicht.


Die junge Soledad lebt im quirligen Berlin auf der Überholspur, bis ein Unfall sie komplett aus der Bahn wirft und sie dazu bringt, nach neun Jahren wieder in ihr Heimatdorf in Spanien zurückzukehren. Dort trifft sie nicht nur ihre Jugendliebe, ihre Anwesenheit wirbelt auch schmerzhafte Fragen zu einer Tragödie auf, über die niemand sprechen will. Die schwelende Glut unausgesprochener Gefühle verwandelt sich in Feuer, die Soledad nicht mehr kontrollieren kann. Sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen soll und zweifelt nicht nur an ihrer neuen Liebe und ihrer Familie, sondern auch an sich selbst. Ein dramatisches Katz-und-Maus-Spiel um die Wahrheit beginnt.
Ein heißer Sommer in Spanien, die Suche nach Glück, und Liebe, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist.

Meine Meinung:

Kennt ihr diese Geschichten, die einem von der ersten Seite an mit einem Zauber belegen, der sich erst am Ende wieder löst? So eine Geschichte ist “ Dort wo das Feuer brennt „ . Auf den ersten Seiten treffen wir auf Soledad, eine junge Spanierin die in Berlin auf der absoluten Überholspur lebt. Sehr erfolgreich in ihrem Beruf, ein Aufstieg ihrer Karriere steht bevor. Neben der Arbeit, liebt es Soledad, durch die Berliner Clubs zu ziehen und zu Tanzen. Energiedrinks, Bacardi-Cola und auch mal ein Pillchen, Kopf aus Musik an. Als ihr Verlobter sich von ihr trennt, bricht eine weitere Welt in ihr zusammen. Doch die Arbeit und das Tanzen bringen sie weg von ihren Gedanken. Bis sie einen schweren Autounfall hat. Ihre große Chance sich zu beweisen, wird auf Eis gelegt, andere kümmern sich um ihr Event. Als Soledad es zu Hause nicht mehr aushält, bucht sie einen Flug in ihre Heimat, zurück dahin, wo sie nie mehr hinwollte. Zu viele schlimme Geschehnisse, die sie weggetrieben. Nun stellt sie sich der Vergangenheit….

Schon gleich am Anfang war mir klar, das es etwas gibt, das Sol fest in seinen Fängen hält, eine schwer drückende Last lag auf den Schultern der jungen Frau, die sich ziemlich schnell auf mich übertrug. Ich spürte überdeutlich, das sie etwas mit sich herumträgt, dem sie nur entfliehen konnte, wenn sich dem ganzen auch stellt. Viel mehr möchte ich gar nicht verraten, denn sonst nehme ich euch den ganzen Zauber, den dieses Buch versprüht. Der leichte Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen, jagte mich durch Höhen und Tiefen, Spannung und pure Fassungslosigkeit. Auf drei Zeitebenen erzählt die Autorin eine dramatische Geschichte, die so realistisch anmutet, das ich das Gefühl hatte mitten drin zu sein. Im Jahr 1970 tauchte ich in das Leben von Sols Mutter, Stück für Stück lüftet die Autorin hier ein unglaubliches Geheimnis. 1992 erzählt von der Jugend um Sol, Carmen, den kleinen Ricky und einen dramatischen Sommer. 2005 erzählt die Gegenwart, das Ende ist gleichermaßen traurig wie auch voller Freude und Farbe, Vielleicht gelb wie die Sonne, oder blau wie das Meer? Astrid Töpner ist hier ein Liebesroman gelungen, der geprägt ist von Hass, Schuld, schweren Vorwürfen, Drama gepaart mit Crime, gespickt von Erinnerungen, Intrigen und auch Liebe. Ein Roman, den man einfach nicht aus der Hand legen kann, man durchlebt ein wahres Gefühlschaos, wird ins kalte Wasser geworfen, herausgezogen nur um im nächsten Moment wieder darin zu landen. Wie von Zauberhand fliegen die Seiten dahin, es fühlt sich an, als hätte man den eigenen Körper verlassen um all den Schmerz und die Traurigkeit die Sol umgeben, auch richtig spüren zu können. Die Protagonisten sind durchweg lebendig und authentisch gezeichnet, man fühlt sich nie außen vor gelassen, sondern mitten drin in dem ganzen Geschehen. Eine tiefbewegende Geschichte, die zwischen den Zeilen noch ganz viel versteckt hält. Taschentücher sind dringend nötig.

Mein Fazit:

Dort, wo die Feuer brennen ist ein absolutes #mustread . Ein Lesehighlight das man selbst erleben muss. Es fiel mir echt schwer, euch nicht zu spoilern, aber ich habe einen kleinen Tipp für euch. Kirscheis macht alles wieder gut 🙂 Von mir gibt es 5 von 5* und eine ganz klare Empfehlung.

Vielen Dank Astrid, das du mich wieder einmal tief berührt hast, mir Tränen der Wut, Trauer und auch Freude ins Gesicht gezaubert hast.

Rezension: Toni Morales und die Töchter des Zorns

Mörderisches Mallorca – Toni Morales und die Töchter des Zorns: Ein Mallorca-Krimi (Comandante-Toni-Morales-Reihe, Band 1) 

von Elena Bellmar  (Autor)

Produktinformation

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Pendo; Auflage: 1. (6. Juli 2020)

Inhaltsangabe:

Mallorca – malerische Küsten und ein rätselhafter Mord

Noch vor seinem offiziellen Antritt beim mallorquinischen Morddezernat wird Comandante Antonio Morales zu seinem ersten Fall gerufen: Eine Nonne wurde am Fuße von Palmas Stadtmauer ermordet aufgefunden. Doch wer würde einer gottesfürchtigen Neunzigjährigen den Tod bringen? Alles deutet auf eine unbekannte Frau hin, die zuletzt mit der Nonne im Gespräch gesehen wurde und jetzt unauffindbar ist. Als es zu einem zweiten grausamen Mord kommt, verdichten sich die Hinweise, dass beide Fälle zusammenhängen. Und Toni Morales stößt bei seinen Ermittlungen auf ein unfassbares Geheimnis, das in eine Zeit zurückreicht, die manch einer lieber vergessen würde.

»Elena Bellmar führt geschickt sowohl die Leser als auch den Kommissar in die Irre.« Mallorca Zeitung

Meine Meinung:

Wer mich kennt, weiß das ich öfters im Jahr auf Mallorca verweile. So ergab es sich, das ich mich im letzten Jahr mit der Autorin Elena Bellmar/ Elke Becker in einem meiner Lieblingscafes am Strand der Playa de Palma getroffen habe. Weitere Treffen folgten, und so entstand die Idee, letzten Herbst auf den Spuren von Protagonist Toni Morales gemeinsam die Insel zu erkunden. Das Buch hatte ich zu dem Zeitpunkt schon in Rohfassung gelesen.

Hier geht es zum Beitrag “ Auf den Spuren von Toni Morales „

https://susileseecke.wordpress.com

So, nun aber zum Buch.

Elena Bellmar versteht es, von Anfang an eine fesselnde Spannung entstehen zu lassen. Neben all er Spannung rund um den Mord der Nonne und Tonis Ermittlungen, lässt sie dabei das Mallorquinische Flair gekonnt einfließen. Gebannt von dem leichten Schreibstil, begab ich mich mit Toni und seinem Team auf Spurensuche. Was dabei nach und nach ans Licht kam, ließ mich so manches mal schwer schlucken. Als es dann auch noch zu einem zweiten Mord kommt, wird ziemlich schnell klar, das die beiden Fälle zusammenhängen, und weit zurück in eine Zeit reichen, die man lieber vergessen würde. Geschickt baut die Autorin dabei den Kinderhandel zu Zeiten der Franco Diktatur ein. Ein hochbrisantes Thema, das mir mehr als einmal eiskalte Schauer über den Rücken jagte. Neben Toni und seinem Team lernen wir auch Mel, seine Frau und Anwältin, sowie die coolste Schwiegermutter aller Zeiten kennen, welche mir so manches mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Die Protagonisten sind sehr lebendig und authentisch dargestellt, man spürt schnell eine Verbindung zu ihnen. Hervorheben möchte hierbei auch, die gelungene Mischung aus Ermittlung und Einblicke in das Privatleben von Morales. Man erfährt einiges über den Comandante, dass sich genau an den passenden Stellen in den Krimi einfügt. Geschickte Plottwists halten die Spannung sehr hoch, an manchen Stellen hatte ich echtes Herzklopfen und ziemlich Gänsehaut. Für mich als Mallorca Fan, die Insel durch Tonis Augen zu sehen, war ein spannendes Erlebnis.

Mein Fazit:

Ein durchweg gelungener Krimi, der geprägt ist von Spannung vor traumhafter Kulisse. Der Auftakt zur Morales Reihe ist mehr als gelungen. ich freue mich schon auf den zweiten Teil und hoffe, das ich euch auch dazu wieder wundervolle Bilder bieten kann. Von mir gibt es wohlverdiente 5 von 5* und eine klare Empfehlung.

Danke an den Pendo Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplares. Danke auch an Elke Becker für deine Zeit und den wundervollen Tag auf der Insel.

Auf den Spuren von Toni Morales

Gestern ist das neue Buch von Elena Bellmar/Elke Becker im Pendo Verlag erschienen. Toni Morales und die Töchter des Zorns, ein Mallorca Krimi, der die schöne Insel zum Tatort macht.

Letztes Jahr im September, bin ich für euch nach Mallorca geflogen, um mich mit Elena zu treffen und die Insel auf den Spuren von Comandante Toni Morales zu erkunden. Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen machten wir uns mit dem Cabrio auf den Weg.

Das erste Ziel war Palma. Neben der wunderschönen Kathedrale schauten wir uns Tonis Arbeitsplatz von außen an.

Polizeipräsidium Palma
Hier Frühstückt Toni gerne
Kathedrale Palma

Von Palma aus, ging es weiter nach Porto Portales, zum Yachthafen. Oh mein Gott, was hätte ich dafür gegeben, einmal auf so einer Yacht über das Meer zu schippern. 🙈

Yachthafen
Hier ist Toni auch zu finden
Cafe am Hafen
Neben schönen Shops findet hier der Weihnachtsmarkt von Portals seinen Platz im Dezember

Unser nächstes Ziel war Paquera. Dort haben wir einen weiteren Handlungsort besucht. Auf nicht ganz legale Weise 😅 schauten wir uns eine wunderschöne Residenz für ältere Menschen an. Wenn ich mal im Lotto gewinne, möchte ich genau da meinen Lebensabend verbringen.

Herrlicher Ausblick auf das Meer
😱 Was hier wohl passiert ist?
Hier lässt es sich aushalten
Terrasse für die Bewohner und ihre Besucher

Schnell weg, bevor wir noch erwischt werden 😅 Unser nächstes Ziel ist das Kloster Lluc, sehr gelegen in der Serra de Tramuntana. Leider begegnete uns kein Mönch, dafür fanden wir einen Ort, der Ruhe und Gelassenheit über uns brachte. Wenn ihr Urlaub auf Mallorca macht, dann solltet ihr euch unbedingt das Kloster ansehen. Hier findet man übrigens auch die schwarze Madonna 🥰 Vor lauter Faszination habe ich vergessen Bilder von der Schönheit des Gebirges zu machen.

Vorplatz Kloster Lluc
Lageplan
 Statue des Vaters Antoni Maria Alcover I Sureda bei Santuari de Lluc.
Brunnen Innenhof Kloster Lluc
Laubengang
Eingang Kirche
Schwarze Madonna “ Mare de Déu de Lluc, die „Gottesmutter

Ein Ausflug hierher lohnt sich auf jeden Fall. Wundersame Ruhe umfängt einen, und lässt die Last des Alltages abfallen. Weiter ging es dann an das Cap Formentor.

Ganz hoch sind wir nicht gefahren. Zu viele Besucher und Busse auf der engen Straße

Einen leckeren Kaffee, Tapas und ein tolles Gespräch genossen wir bei Meerblick in Alcudia.

Bevor wir uns dann zu einem leckeren Abendessen in die Mühle machten, gönnen wir uns einen Sundowner mit Blick auf die Kathedrale und das Meer in einer Beachbar.

Beachbar mit Blick zur Kathedrale

Zum Abschluss noch ein paar wundervolle Bilder der Insel und ihrer Schönheit.

Vielen lieben Dank für diesen wundervollen Tag, liebe Elke/Elena. Liebe Follower, ich hoffe ihr tolle Einblicke, lasst mir gerne ein gefällt mir oder auch einen Kommentar hier.

Rezension: Finsterthal

Finsterthal: (Born-Trilogie, Band 2)

von Linus Geschke

Produktinformation
Broschiert: 368 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (21. Februar 2020)

Inhalt:

Drei verschwundene Mädchen. Drei Väter, die ein dunkles Geheimnis verbindet. Ein Entführer, für den es keine Regeln gibt.

Wenn der Dunkle kommt, verschwinden Mädchen. Eins in Berlin, eins in Bayern und eins im hessischen Königstein. Nicht alle werden lebend zu ihren Vätern zurückkehren, die durch ein dunkles Geheimnis verbunden sind.

Nur widerwillig nimmt der kriminell gewordene Ex-Polizist Alexander Born die Spur eines Mannes auf, der sich Der Dunkle nennt. Anfangs geht er noch von ganz gewöhnlichen Entführungsfällen aus. Ein Täter, drei Opfer. Doch in diesem Fall ist nichts, wie es scheint, und hinter jeder Wahrheit verbirgt sich eine weitere.

Das muss auch die Berliner Kommissarin Carla Diaz erkennen, die Born auf seiner Suche unterstützt. Als die beiden dem Dunklen näherkommen, geraten sie in einen Strudel aus Gewalt, Lügen und Verrat, in dem sie am Ende niemandem mehr trauen können – nicht den Mädchen und nicht sich selbst.

Meine Meinung:

Nach Tannenstein, folgt nun Finsterthal. Sehr gespannt habe ich die Fortsetzung erwartet und wurde nicht enttäuscht. Mit seinem flüssigen Schreibstil und dem äußert gewandten Sprachstil, hat mich Linus Geschke schon auf den ersten Seiten mitten ins Geschehen gezogen. Die beklemmende und düstere Atmosphäre, die Geschke geschaffen hat, hielt mich bis zum Ende fest. Dank der enorm bildhaften erzählweise, setzte auch mein Kopfkino schnell ein. Alexander Born, Ex- Polizist mit einer bewegten Vergangenheit, ließ mich tief in seine Gedankenwelt blicken, breitete die Gründe seines Handels vor mir aus. Die Charaktere werden durchweg authentisch und lebendig dargestellt. Auch Nora Berens ist wieder mit im Spiel, hinzu kommt Carmen Diaz, In rasantem Tempo und durch geschickte Wendungen, baut sich eine nervenaufreibende Spannung au, die einem stellenweise atemlos zurücklässt. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, was die Spannung ebenfalls sehr hoch hält. Lange habe ich gebraucht um dem “ Dunkeln “ auf die Fährte zu kommen.

Mein Fazit:

Ein mehr als gelungener Thriller, der mir psychisch einiges abverlangte. Definitiv nichts für schwache Nerven…. Ich vergeb gerne 5 von 5* und eine ganz klare Empfehlung

Rezension: Der Schaufelmann

Der Schaufelmann (Johannes-Hornoff-Thriller 9) 

von Noah Fitz  (Autor) 

Produktinformation

  • Format: Kindle Ausgabe
  • Dateigröße: 3683 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 365 Seiten

Inhalt:

»Wenn du jemandem von mir erzählst, schneide ich dir den Kopf ab und stecke ihn in den Sack. Ich mache dich tot, Xenia. Ich mache dich tot«, flüsterte die Vogelscheuche.

Hauptkommissar Karl Breuer steht vor einem Rätsel.
Zwei Mädchen werden in der Nacht von einem Mann überfallen.
Xenia verschwindet spurlos.
Emma, der es gelungen war, dem Kidnapper zu entwischen, verschließt sich immer mehr in ihrer eigenen Welt.
Im Keller des Hauses hat jemand neben einer riesigen Blutlache ein Wort in das morsche Mauerwerk geritzt: »SCHAUFELMANN«
Nach dem Übergriff beginnt das eingeschüchterte Kind, das Erlebte zu verarbeiten, indem es schreckliche Bilder an die Wand malt.
Karl Breuer erkennt darin nur Erinnerungsfetzen eines Albtraums, in dem Emma gefangen gehalten wird. Nichts ergibt wirklich einen Sinn.
Um die Botschaft zu entschlüsseln, entscheidet sich der Hauptkommissar, seinen langjährigen Freund Professor Doktor Hornoff um Hilfe zu bitten.

Meine Meinung:

Johannes Hornoff ist zurück. Wieder einmal bin fasziniert von der Figur Hornoff, der Psychologe wird sehr authentisch und lebendig dargestellt, das ich persönlich immer das Gefühl habe, diesen Menschen muss es da draußen wirklich geben. Durch seine Ecken und Kanten, sowie seinen Eigenarten, ist er mir im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen. Bei dem neuesten Fall, den Karl Breuer leitet, kann er mal wieder nicht ohne die Hilfe von Hornoff auskommen, dieser muss ihm mit seinem psychologischen Gespür helfen, Xenia zu finden, und herausfinden, was die kleine Emma mit der ganzen Sachen zu tun hat. Emma hat mich schon gleich auf den ersten Seiten fasziniert und gleichzeitig auch abgeschreckt. Das Mädchen leidet unter einer Persönlichkeitsstörung, die immer größere Ausmaße annimmt. Nach einem Autounfall, bei dem ihre Mutter auf tragische Weise, ihr Leben lassen musste, und Emma neben einem toten Reh erwachte, verzog sich das Kind hinter eine imaginäre Mauer. Im Wechsel erscheinen verschiedene Persönlichkeiten, die von dem Kind Besitz ergriffen haben. Als Xenia spurlos verschwindet, ist Emma die einzige, die Auskunft geben kann. Ob es Hornoff jedoch gelingt, zu dem Mädchen durchzudringen, das dürft ihr selbst lesen. Von Anfang an herrschte eine beklemmende Atmosphäre, die mich das ganze Buch durch, nicht loslassen wollte. Die Perpektivwechsel, tragen dazu bei, das die Spannung unermesslich hoch gehalten wird. Während man Emma aus der Erzählersicht kennenlernt, ist Hornoff in Ich- Form präsent, was einen gelungenen Einblick in die Gedanken des Doktors gibt. Auch Emmas Gedankenwelt, ist unglaublich realistisch dargestellt, man bekommt Eindrücke präsentiert, die einem echt Angst machen können. Geniale Plottwists jagten mich atemlos von Seite zu Seite. Einige male musste ich innehalten, mich sammeln um dann gleich wieder in der Story zu versinken. Das Ende ist nicht vorhersehbar um so überraschter war ich davon. Ein genialer Showdown zu einem echte Pageturner, oder wie ich zu sagen Pflege, zu einem echten Fitz.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung 5 von 5*

Rezension: Möwentod

Möwentod 

von Elias Haller  (Autor)

Produktinformation
Taschenbuch: 413 Seiten
Verlag: Edition M (26. Mai 2020)

Inhalt:

Ein tödlicher Sommer an der Ostsee: Finkel und Silber ermitteln in einem neuen brandheißen Fall.

In Stralsund bricht eine Privatdetektivin in ein schäbiges Motelzimmer ein, am nächsten Morgen wird sie tot aufgefunden. Das erfahrene Ermittlerduo Greta Silber und Hardy Finkel übernimmt den rätselhaften Fall, der sich für die Kripo bald zu einem wahren Albtraum entwickelt. Denn irgendjemand will mit allen Mitteln die Aufklärung verhindern.

Die beiden Ermittler stoßen auf verschiedene vom Schicksal gebeutelte Menschen, die offensichtlich ein neues Leben beginnen wollten. Dann taucht eine blutige Spur auf, die zu einer Fähre ins Ausland führt …

Meine Meinung:

In “ Möwentod “ nimmt uns Elias Haller wieder mit an die Ostsee. Der zweite Fall für Greta Silber und Hardy Finkel nimmt schnell an Fahrt auf. In einem Motel, wird eine ermordete Privatdetektivin aufgefunden. Greta und Hardy nehmen sich dem Fall an und befinden sich schon bald in einem wahren Albtraum.

Haben mir die beiden doch schon in ihrem ersten Fall, “ Küstenstill “ gut gefallen, so haben sie sich in “ Möwentod “ noch einmal mehr in mein Leseherz gebohrt. Kaum angefangen mit dem Lesen, peitscht der Autor mich auch schon von Seite zu Seite. In rasantem Tempo nimmt die Story an Fahrt auf. Greta und Hardy verfolgen verschiedene Spuren, oft getrennt voneinander, so das keiner der beiden auf dem aktuellen Ermittlungsstand steht. Da sie sich dabei selbst in große Gefahr begeben, sehen die beiden nicht kommen. Viel Raum für privates bleibt hier nicht, dennoch bringt Haller die beiden Ermittler wieder ein Stück näher an den Leser heran. Die Protagonisten sind durchweg authentisch und lebendig gezeichnet, man bekommt zu jedem einen guten Eindruck vermittelt. Was Silber und Finkel jedoch nach und nach aufdecken, ließ mich so manches mal tief einatmen und schlucken. Geschickt eingefügte Wendungen halten die Spannung weit oben, doch dem Täter kommt man so schnell nicht auf die Spur. Das Ende ist ebenfalls wieder sehr gelungen. Ein genialer Showdown, der mich überrascht zurück ließ.

Mein Fazit:

Elias Haller steht für atemlose Spannung. Egal was ich bisher vom ihm gelesen habe, jedes Buch übt eine Sogwirkung auf mich aus, die mich erst loslässt, wenn ich am Ende angelangt bin. Ein kleiner Tipp: Der Blick zwischen die Zeilen, ist immer lohneswert 🙂 Ich vergeb eine klare Empfehlung und 5 von 5*

Danke an #NetgallesDE

Rezension: nach der Party kommt der Kater

Nach der Party kommt der Kater: Ein lustiges Buch mit Satire und schwarzem Humor (Brausesee Universum) von [Svarlen Edhor, Sven Rohde, Marlen Rohde]

Nach der Party kommt der Kater

von Svarlen Edhor  (Autor), Sven Rohde (Autor), Marlen Rohde (Illustrator) 

Inhalt:

Wer wird nicht gerne aus tiefer Zuneigung mit den Krallen bearbeitet und dabei gebissen, während man Streicheleinheiten verteilt?

Die Autoren der Brausesee Saga bringen dir: Nach der Party kommt der Kater

Kater Wurschtel ist eine lebendige Plüschkugel. Dies liegt nicht unbedingt am Volumen seines Fells, sondern eher an dem massiven Bauchansatz, der sich mit zunehmendem Alter bei ihm einschleicht.

Herrchen Jürgen hält nicht wirklich viel von dem Tier. Aber was hat er schon zu melden? Er ist auch nur ein einfacher Untertan seiner Frau Hilde. Was diese sagt, wird gemacht. Ein simpler Ansatz, der für alle Beteiligten gut umsetzbar ist.

Da vor Hilde jedoch jeder der Beiden besser dastehen will, geraten Wurschtel und Jürgen alarmierend oft aneinander.
Die Beziehung zwischen Ihnen wird zunehmend auf die Probe gestellt, als Wurschtel auf dem Dachboden des Hauses eine unerwartete Entdeckung macht.

Meine Meinung:

Hallo,

ich bin Felix, 4 Jahre alt und der schnurrige Mitbewohner von Susi. Heute habe ich mich mal an den Laptop geschlichen, denn ich möchte euch auch mal was zu dem Buch sagen. Schließlich denkt meine Dosenöffnerin, das ich sehr gut den Wurschtel darstellen könnte. Da sitzt die doch tatsächlich eine Tages auf dem Balkon rum und hat schon wieder ein Buch in der Hand. Ist ja nix neues, aber der Klopfer ist, das sie mich plötzlich anschaut und lauthals anfängt zu lachen. Erst mal hab ich mich böse erschrocken, und dachte schon die fällt gleich vom Stuhl. Als sie irgendwann, wieder zu Atem gekommen ist, schut sie mich mit Treudoofem Blick an und sagt: “ Hach Lixel, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich glatt denken, du spielst die Hauptrolle des Wurschtel „. Hallo ? Die spinnt doch. Nur weil ich ein kleines Schwabbelbäuchlein mit mir rumtrage, das beim rennen hin und her wackelt, oder weil ich mir mit dem Ollen auf dem Sofa, ab und an ein Kämpfchen um die Gunst der Madame leiste, glaubt die allen ernstes, ich könnte die Hauptrolle spielen ? Ha, das ich nicht lache, die lässt mich ja nicht mal vor die Hütte, dabei würde ich auch gerne mal in Mauscity einmarschieren, oder sonstige spannende Abenteuer erleben, eben so wie der Wurschtel, so genieße ich halt die Streicheleinheiten und Machtkämpfe in meinem Haus.

Also ihr da draußen, wenn ihr genauso lachen wollt wie die Susi, dann solltet ihr euch unbedingt den Wurschtel nach Hause holen. Laut Susi gibt es da nämlich viel Satire und schwarzen Humor. Ich selbst kenne nur schwarzes Fell und den Komiker auf der Couch, ha ha ha. Denkt ihr, das ist das selbe wie Satire und schwarzer Humor? Auf jeden Fall bekommt der Wurschtel 5 Leckerlis von mir, denn wir Kater müssen zusammenhalten.

Bis bald euer Felix

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Rezension: Marta schläft

Marta schläft

von Romy Hausmann

Produktinformation

  • Format: Kindle Ausgabe
  • Dateigröße: 889 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 284 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (17. April 2020)

Inhalt:

»Hab dich. Und jetzt spielen wir. Wir spielen: Gericht.«

Es ist Jahre her, dass man Nadja für ein grausames Verbrechen verurteilt hat. Nach ihrer Haftentlassung wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ein normales Leben zu führen. Doch dann geschieht ein Mord. Und der soll ungeschehen gemacht werden. Ein abgelegenes Haus wird zum Schauplatz eines bizarren Spiels ? denn Nadjas Vergangenheit macht sie zum perfekten Opfer. Und zur perfekten Mörderin … Ein tief unter die Haut gehender Psychothriller über Schuld, Vergeltung und die Frage, ob ein Täter je wieder frei sein kann.

Meine Meinung:

Nachdem “ Liebes Kind “ mich schon total geflasht hat, musste ich auch unbedingt “ Marta schläft “ lesen. Die verdammte Warterei auf den Postboten, hat mich dabei halb verrückt gemacht. Unterdessen kursierten im Netz schon heftige Diskussionen über das Buch. Vorableser, die und auch Menschen, die sich aufgrund diverser Meinungen dagegen entschieden, das Buch zu lesen. Ich dachte nur so “ WHAT“? Wie kann ich mich bitte aufgrund diverser Meinungen dazu entschließen etwas nicht zu lesen?? Hallo? Ich bilde mir doch selbst eine Meinung, nur weil es Hinz nicht gefallen, muss Kunz doch nicht derselben Meinung sein? Oder doch? Kann ich wirklich auf die Meinung einzelner Vertrauen? Nein, kann ich nicht, denn nur wenn ich es selbst auch gelesen habe, habe ich eine Meinung dazu, die ich dann auch kundtun kann. Kein Wunder also, das die Buchbranche zu kämpfen hat. Nun aber zum Buch.

Das Romy Hausmann in keine Schublade passt, ist seit Liebes Kind klar, dass sie es schafft noch eine Schippe obendrauf zu setzen, hätte selbst ich nicht geglaubt. Schon die ersten Seiten sorgten für ein kribbelndes Gefühl in der Bauchgegend, eine unterschwellige Spannung machte sich in mir breit, so das ich den Rest des Tages nicht mehr ansprechbar war. Der Schreibstil ist sehr flüssig, auf verschiedenen Handlungsebenen erzählt, strickt Hausmann ein Netz aus Verwirrungen, denen man mit dem Blick zwischen die Zeilen, sehr gut folgen kann. Die Handlungsstränge werden langsam zu einem verbunden, was die Spannung unheimlich hoch hält.

“ Mir fehlen die richtigen Worte. Es ist so schwer… Ich will dir endlich einen Brief schreiben, den ich am Schluss nicht zerreiße. Der es zu dir schafft und dir alles erklärt. Ja, ich habe sie gehasst – manchmal. S.68 aus Brief #18

Vor allem emotional konnte mich das Buch auf einer Ebene packen, die auch psychisch sehr an den Kräften gezehrt hat. Zwischen dickem Kloß im Hals, Tränen in den Augen oder aber mit angehaltenem Atem und Gänsehaut dasitzen und warten bis der Moment vorbei ist, war in der Gefühlsachterbahn alles dabei. Die Charaktere waren absolut passend zur Story, man konnte sich in jeden hineinversetzen, die Hintergründe nachvollziehen. Besonders ergriffen hat mich jedoch die Thematik “ Schuld „. Kennt ihr das Gefühl, welches Schuldgefühle in einem auslösen können? Ich kenne es, weshalb mich die Geschichte wahrscheinlich noch ergriffener gemacht hat, als sonst. Auch wenn ich weiß, das ich eigentlich keine Schuld auf mich geladen habe, so fühle ich mich dennoch schuldig, Frage mich Tag für Tag, ob es nicht doch eine andere Lösung, als den Tod gegeben hätte. Eine Schuld, die keine ist und mich dennoch zerfrisst. Ja, ich weiß, das gehört eigentlich nicht hier rein, aber es war mir ein Bedürfniss, das genau hier los zu werden.

Wer einen gut durchdachten Psychothriller sucht, der sich nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügt, unblutig, aber extrem in die Tiefe geht und psychisch sehr anspruchsvoll gestrickt ist. Der sollte unbedingt dieses Buch lesen. Kein Mainstream, kein typischer Thriller, dafür ein echter Romy Hausmann Lesegenuss.

Sehr gerne gebe ich eine Leseempfehlung und 5 von 5*