Rezension: Deckname Flamigo Knaur.Lesechallenge 2019

Deckname Flamingo: Roman von [Atkinson, Kate]

Deckname Flamingo

“’Sehen Sie es als Abenteuer‘, hatte Perry ganz am Anfang gesagt. Und so hatte sie den Spionagedienst auch empfunden. Ein Jux, hatte sie gedacht. Das Russische Teehaus, das Etikettenkleben, die Flucht den Wilden Wein hinunter. Aber es war kein Abenteuer. Jemand war gestorben.“
Im Jahr 1940 gerät die 18-jährige Julia Armstrong eher unfreiwillig in die Welt der Spionage. Ihr Auftrag ist, Gesprächsprotokolle von Treffen britischer Nazi-Sympathisanten zu erstellen – Gespräche, die sie heimlich belauschen kann, da ein Agent des MI5 in die Gruppe eingeschleust wurde. Ihre Arbeit ist ebenso furchteinflößend wie langweilig, und als der 2. Weltkrieg vorbei ist, hofft sie, dass all dies für immer der Geschichte angehört.
Doch zehn Jahre später – Julia ist inzwischen Redakteurin beim BBC-Schulfunk – beginnt ihre Vergangenheit (oder vielmehr: eine Menge alter Bekannter) sie einzuholen. Alte Rechnungen sind zu begleichen, und Julia muss einsehen, dass jede klitzekleine Handlung große Konsequenzen hat.
Meine Meinung:
Kate Atkinson schafft mit Deckname Flamingo pure Lebensfreude.
Wer Bücher der Autorin kennt, weiß das er Lesefreude ohne Ende serviert bekommt. Nicht nur der britische Humor sticht aus den Werken Atkinsons hervor, auch mit Spannung und äußerst gelungenen Wendungen überzeugt die Autorin immer wieder.
Mit Julia ist ihr eine herzerfrischende und ebenso authentische Protagonistin gelungen. Julia erzählt aus ihrer Sichtweise, also in Ich- Form, dies macht es dem Leser leichter sich in sie hineinzuversetzen und alles aus Ihrer Sicht aufzunehmen. Völlig begeistert hat mit Julia auch mit ihrem getippsel der Protokolle, nach dem Motto “ was nicht passt, wird passend gemacht “ hat sie, wenn sie etwas nicht genau verstanden hat, halt einfach was dazu geschrieben. Not macht erfinderisch.
In verschiedenen Zeitebenen (1940/ 1950 ) hüpft die Autorin hin und her, jedoch nicht Knall auf Fall, sondern wie man es von ihr gewohnt ist, in einem guten Erzählstil, der spannend gestaltet ist, so das zu keiner zeit Längen entstehen. Aufgrund der vielen Nebencharaktere hatte ich stellenweise Mühe diese zuzuordnen, doch man kommt dahinter, wer welche Rolle innehat. Der flüssige Schreibstil und der typisch britische Humor, haben dieses Buch zu einem absoluten Lesevergnügen gemacht.

Wer jedoch mit dem oftmals rabenschwarzen Humor seine Problemchen hat, sollte besser zu etwas anderem greifen.

Danke an Knaur für das Rezensionexemplar.

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