Rezension: So tödlich die Stille

So tödlich die Stille von [Schwermer, Melisa]

So tödlich die Stille

von Melisa Schwermer (Autor)

Meine Meinung:

Endlich ist er da, der 4. Fall für Fabian Prior und Thomas Wendtner. Der für mich derstärkste und zeitgleich auch bewegenste Fall aus der Reihe um die beiden Ermittler. Fabian und Thomas haben einen enormen Entwicklungssprung hinter sich, sie sind gereift, haben eine gute Schippe mehr Tiefe eingehaucht bekommen und wirken in ihrem 4.Fall noch Sympathischer als ohnehin schon.

Melisa Schwermer hat sich hier einem Thema angenommen, welches leider viel zu häufig hinter verschlossenen Türen zu finden ist, Kindesmisshandlung. Mehrfach musste ich während des Lesens innehalten und das gelesene Sacken lassen, dennoch war ich innerhalb von ein paar Stunden durch dieses unglaublich fesslende und von Spannung geprägte Buch durch. Ein Buch, wie dieses zu schreiben, erfordert viel Hintergrundwissen und Recherche, dazu einen tiefen Blick in das innere der menschlichen Psyche, um zu verstehen wie man so tief sinken kann um einem kleinen Wesen solch bestialisches leid anzutun. Mit “ So tödlich die Stille „ hat sich die Autorin selbst übertroffen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und nimmt einem sofort gefangen, der Erzählstil dazu projeziert dem Leser Bilder vor Augen, die man am liebsten gar nicht sehen will. Die Protagonisten, in diesem Fall Mutter und Vater, oder auch kranke Bestien, sind so lebendig dargestellt, das ich am liebsten zwischendurch in das geschehen eingriffen hätte. Ja, ich weiß, es ist nur Fiktion, doch die Story ist so lebendig und realistisch aufgebaut, das ich echt mit mir zu kämpfen hatte. Selten hat es ein Buch geschafft, mich so wütend und zugleich traurig zu machen. Man fragt sich an einem Stück “ wie konnte das nur passieren, welche teuflischen Dämonen haben hier ihre Finger im Spiel? Psychisch und Physisch äußerst anspruchsvoll und knallhart, serviert die Autorin uns hier ihr neuestes Werk. Auch wenn ich das Buch jetzt schon ein paar Tage vorher gelesen habe, so lässt es mich immer noch nicht los.

Absoluter Psychothrill, pure Spannung, geschickte Wendungen, private Einblicke zu den Ermittlern und ein Thema das uns alle angeht. Tränen, Wut und Hass, haben mich durch dieses Buch gejagt. Das Ende hat mich zutiefst bewegt und sehr nachdenklich zurückgelassen.

Danke an Melisa Schwermer

Klappentext

Wenn dein Zuhause die Hölle ist, gibt es kein Entkommen …

Der neue Psychothriller von Bestseller-Autorin Melisa Schwermer jetzt zum günstigen Sonderpreis – nur für kurze Zeit!

Es ist ein trüber Februarmorgen, als die Polizei in Frankfurt einen anonymen Anruf erhält. Am Ufer des Mains wurde die Leiche eines Kindes angespült. Der ertrunkene Junge trägt nichts als einen Schlafanzug am Leib. Bei der Obduktion offenbart der Leichnam ein schreckliches Geheimnis, das selbst den erfahrenen Gerichtsmediziner schockiert. Die Ermittler der Kripo stehen vor einem Rätsel. Warum hat niemand das Kind als vermisst gemeldet und wer ist die anonyme Anruferin? Während Fabian Prior und Thomas Wendtner fieberhaft ermitteln, ahnt am anderen Ende der Stadt eine Familie nicht, dass sie längst ins Visier des Täters geraten ist.


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