Rezension: Blau, Blau, tot die Frau

Blau, blau, tot die Frau

Blau, blau, tot die Frau

von Martina Straten 

Blau,blau, tot die Frau.

Das Blut so rein wie Morgentau.

Wenn sie auch weint, wenn sie auch schreit.

Es läuft schnell ab die Lebenszeit

Blau, blau, Tot die Frau ist der 2.Band um Hauptkommissarin Franziska Merten. Schon mit ihrem Debüt konnte Martina Straten mich von sich überzeugen.

Ein heißer Sommer liegt über Deutschland, Franziska Merten und ihr Team haben wenig zu tun, selbst den bösen Jungs scheint es zu heiß zu sein. Doch es gibt einen, dem es gar nicht heiß genug sein kann. “ Das Phantom “ wie er schon bald in der Presse genannt werden wird. Er beobachtet heimlich Frauen, wühlt in ihrem Müll herum , schleicht in ihren Häusern umher wenn sie auf der Arbeit sind, isst aus ihrem Kühlschrank, liest ihre Post, kennt all ihre Gewohnheiten. Wenn er sicher ist, alles von ihnen zu wissen und sein Drang ins unermessliche steigt, setzt er sich nachts an ihr Bett und beobachtet sie ihm Schlaf. Er trägt eine blaue Maske und blaue Handschuhe. In einer sehr heißen Nacht sitzt er bei Maren am Bett, als sie plötzlich aufwacht verschwindet er, doch er wird zurückkommen, er wird sich nehmen was er möchte und dafür geht er über Leichen…..

Meine Meinung:

Schon sehr spannend fängt die Story an, ich alter Angsthase, der nicht gerne alleine zu Hause ist, hatte schon auf den ersten Seiten eine fette Gänsehaut und war direkt an die Geschichte gefesselt. Martina Straten schreibt sehr flüssig und einvernehmend, in kurzen knackigen Kapitel, die jeweils mit den Tageszeit gemessenen Temperaturen versehen sind, baut sie zügig eine Spannung auf, die sich durch das ganz Buch oben hält. In kurzen Rückblenden erfahren wir, wie es Franziska ergangen ist, auch einen Rückblick in ihre Vergangenheit bekommen wir noch einmal. Als Maren Goldmann den ersten Hinweis zum “ Phantom “ liefert, glaubt noch keiner an eine Serie, eher an einen Spanner, der die heißen Nächte nutzt um sich den Frauen durch geöffnete Fenster zu nähern. Doch schon sehr bald reicht ihm das bloße anschauen nicht mehr aus, er möchte mehr, viel mehr.

Was das “ Phantom “ zu seinen grausamen Taten führt, lässt die Autorin uns in Einblicken in sein Leben wissen. Geprägt seit früher Kindheit, durch die Mutter, verfolgt ihn immer wieder ein Satz, der sich tief in ihm festgesetzt hat. “ Tot die Frau “ hatte er als Kind gerufen, wenn seine alte sich mal wieder totgestellt hatte um ihn willig zu machen. Nach dem nächtlichen besuch bei seinem “ Rehlein “ der ihn zwar befriedigt hat, jedoch in keinster Weise ausreichte um ihn zufrieden zustellen , steht er mit seiner Nachtblauen Kleidung in seiner Wohnung und in seinem Kopf hämmert der Satz Blau, blau, tot die Frau, immer weiter und weiter…..

Die Protagonisten sind authentisch und lebendig dargestellt, inbesondere Armin und Franzi haben eine tolle Weiterentwicklung gemacht. Franzi hat Fuß gefasst in ihrem neuen Revier und wird mittlerweilen auch akzeptiert, ihre Vergangenheit wird immer ein Teil ihres Lebens bleiben, doch sie hat gelernt damit umzugehen. Die Beziehung zu Polizeipsychologe Michael, tut ihr gut, spielt auch eine kleine Rolle in der Story, nimmt jedoch nicht allzu viel Platz ein. Armin ist immer noch vorschnell im raushauen seiner Gedanken, die oftmals unbedacht sind und die Opfer auch mal erschrecken. Aber das ist Armin, es passt einfach zu seinem Gesamtbild. Die Nebencharaktere sind klug ausgewählt und toll Charakterisiert. Man bekommt einen tollen Blick auf ihr Leben, lernt sie kennen und fühlt sich ihnen verbunden. Man leidet regelrecht mit ihnen mit. Voller Spannung sehnte ich das Ende herbei, ich hatte da so mein eigene Vorstellung davon. Doch Martina Straten wäre nicht Martina Straten, wenn sie nicht auch hier für eine völlig unerwartete Wendung gesorgt hätte….

Meine Fazit:

Ein Thriller, der mich noch lange und nachhaltig beschäftigen wird. Wie ich zu Anfang schon erwähnte, bin ich ja eigentlich ein echter Angsthase, vor allem Nachts, im dunkeln, allein zu Hause. Dieses Buch hat meine Ängste nochmal geschürt, ich werde nie mehr bei offenen Fenstern schlafen, zumal man bei uns leichtes Spiel hätte. Martina Straten versteht es, dem Leser gekonnt Bilder in den Kopf zu pflanzen, die sich nach und nach zu einem ablaufenden Film entwickeln. Man hatte während dem Lesen niemals das Gefühl, das es sich hierbei um eine fiktive Story handelt, es liest sich wie eine realistische Geschichte, die so tagtäglich passieren kann. Ein Thriller, der sprüht vor Spannung, geschickten Wendungen und einem völlig unerwarteten Ende.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und 5*

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