Rezension: Die Frau ohne Namen

Die Frau ohne Namen 

von Greer Hendricks  (Autor), Sarah Pekkanen  (Autor)

Produktinformation

  • Broschiert: 464 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 1. (24. März 2020)

Inhalt:


Frauen zwischen 18 und 32 für Ethik- und Moralstudie gesucht. Großzügige Vergütung. Anonymität garantiert.
Als Jess sich für die Studie anmeldet, glaubt sie, nur ein paar Fragen beantworten zu müssen, um das Geld einstecken und wieder verschwinden zu können. Doch „Testperson 52“, wie Jess nun genannt wird, erweist sich als verheißungsvolles Forschungsprojekt, die Fragen werden immer persönlicher. Jess kann kaum noch unterscheiden, was in ihrem Leben real ist oder nur eines der manipulativen Experimente von Dr. Shields. Gefangen in einem Netz aus Täuschung und Eifersucht muss Jess erkennen, dass manche Obsessionen tödlich sein können.

Meine Meinung:

Nach “ The Wife between us “ waren meine Ansprüche an “ Die Frau ohne Namen “ wohl etwas zu hoch angesetzt. Der Klappentext klang vielversprechend, die Umsetzung war dann leider nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Jess Ende 20, generell knapp bei Kasse, schleicht sich ein psychologische Studie ein. Der Grund für ihr Handeln? Die Studie wir extrem gut honoriert, das kann sie sich nicht entgehen lassen. Dr. Shields ist fasziniert von Jess und nimmt sie als Probantin Nr. 52 in die Studie auf. Schon bald findet sich Jess in einem wirren Gedankenspiel wieder. Wurde sie manipuliert, oder sind das tatsächlich ihre eigene Gedanken?

So lange habe ich schon ewig nicht mehr für ein Buch gebraucht. Es wollte sich einfach keine Bindung zwischen Dr.Shields und mir herstellen. Erzählt wird von Jess in der Ich – Form, Dr. Shields hingegen bedient sich dem “ Du „. Für mich persönlich fehlte hier, jeglicher Bezug zu Shields, ich fühlte mich in ihren Passagen “ unwohl “ und auf das Abstellgleis verfrachtet, von wo aus ich nur aus der Ferne, das geschehen verfolgen konnte. Das hat es mir echt schwer gemacht.

Bei Jess hingegen, stellte sich gleich eine Vertrautheit ein, sie wirkt gefühlvoll, was sie auch sehr gut auf mich übertragen konnte. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an, doch leider hat es bei mir nicht gefruchtet.

Gut gefallen haben mir hingegen die Fragen des Experimentes. Die haben die Spannung angezogen, ich war in meinem Element, wurde angehalten, die Fragen wie selbstverständlich für mich zu beantworten. Auch konnte man dabei eine Weiterentwicklung von Jess beobachten. Das war zumindest, spannend, informativ und sehr interessant. Sobald jedoch der Wechsel zu Shields vollzogen wurde, sank die Spannung tief nach unten, es entstanden Längen, die quälend waren und ich oftmals, das Buch für Tage zur Seite legen musste.

Im großen und ganzen ist meines Erachtens noch viel Luft nach oben. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, das bei der Übersetzung, einiges an Spannung auf der Strecke geblieben sein könnte, wer weiß das schon. Dafür konnte das Ende nochmal punkten. Makaber aber mit Spannung und einem angenehmen Hauch von Thrill.

Wer also einen spannungsgeladenen Thriller erwartet, wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Hier geht es gediegen und unblutig zu. Ein eher gemählicher Roman, der mit Spannungsmomenten punkten kann. Die Moral von der Geschicht: Wer darf richten und wer nicht

Ich vergebe 3 von 5*

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